chrigu99
Die Werbung verspricht mit ADSL Höchstgeschwindigkeit im Internet. Doch der Kassensturz-Test zeigt: ADSL ist bei allen Providern weit davon entfernt. Die verantwortliche Swisscom verspricht Besserung.
Die Wissenschaftler der Fachhochschule Rapperswil und die Firma cnlab testeten TV-Kabel- und verschiedene ADSL-Anbieter und massen sieben Tage am Stück - ohne Unterbruch. Gemessen haben sie TV-Kabel- und ADSL-Angebote mit einer Geschwindigkeit von 256kbit/s. Die Bilanz ist ernüchternd:
Das TV-Kabel mit dem Anbieter Cablecom für monatliche 64 Franken inklusive Modem schafft es nicht: 240 statt 256 kbit/s. Auch Quickline bewegt sich in den gleichen Messgrössen wie Cablecom.
Die ADSL-Anbieter sind günstiger, dafür muss das Moden separat gekauft werden.
Green bringt es lediglich auf 181 statt 256 kbit/s. Noch langsamer sind Bluewin und Sunrise mit jeweils 180 kbit/s. Tele2 bringt es auf 179, Solnet schafft gerade mal 175 kbit/s, das sind 32 Prozent weniger als versprochen. Abends erreicht Solnet gar nur die Hälfte. Der Provider verspricht Besserung.
Alle versprechen 256 kbit/s, und alle liegen weit darunter. Der zweitgrösste Anbieter, Sunrise, nimmt Stellung: "Wir beziehen das Produkt von der Swisscom, und die Swisscom definiert die Leistung. Wir können also nicht viel daran ändern", sagt Mark Alder. Warum denn nicht statt 256 bloss ehrliche 180 kbit/s anbieten? Alder: "Auf dem Markt wäre das sehr schwierig, weil wir nicht fähig wären, das zu günstigeren Konditionen anzubieten. Alle anderen Anbieter hätten dann 256 kbit/s zum gleichen Preis. Und dass das nicht funktioniert, leuchtet ein."
Ausreden auch bei Bluewin, dem grössten Anbieter: "Es ist wirklich zu komplex, um das genau kommunizieren zu können. 256, das wäre wirklich der so genannte best effort, und wir hoffen, wir kommen irgendwann mal da hin. Jetzt ist er, glaube ich, bei 190. Aber er wird in den nächsten Monaten weiter ansteigen", sagt Thomas Gwerder von Bluewin.
Verantwortlich für die Leistung ist die Swisscom. Auch sie kennt ihre lahmen Leitungen. Bisher begründete die Swisscom: Die Sicherheit mache die Geschwindigkeitsverluste aus. Doch jetzt - von Kassensturz mit den Messungen konfrontiert - lenkt sie ein. "Aufgrund der intensiven Diskussionen der letzten ein bis zwei Wochen, haben wir beschlossen, das Angebot zu ändern: Bis im Herbst erhöhen wir die Kapazität im ganzen Netz, sodass der Kunde die ganze Geschwindigkeit bekommt, die er aus der Werbung kennt", sagt Christoph Brand, Chef von Swisscom Wholesail.
Ab Herbst soll also ADSL beim Schnellsurfen aufholen. Im Moment heisst der klare Sieger TV-Kabel.
Die Wissenschaftler der Fachhochschule Rapperswil und die Firma cnlab testeten TV-Kabel- und verschiedene ADSL-Anbieter und massen sieben Tage am Stück - ohne Unterbruch. Gemessen haben sie TV-Kabel- und ADSL-Angebote mit einer Geschwindigkeit von 256kbit/s. Die Bilanz ist ernüchternd:
Das TV-Kabel mit dem Anbieter Cablecom für monatliche 64 Franken inklusive Modem schafft es nicht: 240 statt 256 kbit/s. Auch Quickline bewegt sich in den gleichen Messgrössen wie Cablecom.
Die ADSL-Anbieter sind günstiger, dafür muss das Moden separat gekauft werden.
Green bringt es lediglich auf 181 statt 256 kbit/s. Noch langsamer sind Bluewin und Sunrise mit jeweils 180 kbit/s. Tele2 bringt es auf 179, Solnet schafft gerade mal 175 kbit/s, das sind 32 Prozent weniger als versprochen. Abends erreicht Solnet gar nur die Hälfte. Der Provider verspricht Besserung.
Alle versprechen 256 kbit/s, und alle liegen weit darunter. Der zweitgrösste Anbieter, Sunrise, nimmt Stellung: "Wir beziehen das Produkt von der Swisscom, und die Swisscom definiert die Leistung. Wir können also nicht viel daran ändern", sagt Mark Alder. Warum denn nicht statt 256 bloss ehrliche 180 kbit/s anbieten? Alder: "Auf dem Markt wäre das sehr schwierig, weil wir nicht fähig wären, das zu günstigeren Konditionen anzubieten. Alle anderen Anbieter hätten dann 256 kbit/s zum gleichen Preis. Und dass das nicht funktioniert, leuchtet ein."
Ausreden auch bei Bluewin, dem grössten Anbieter: "Es ist wirklich zu komplex, um das genau kommunizieren zu können. 256, das wäre wirklich der so genannte best effort, und wir hoffen, wir kommen irgendwann mal da hin. Jetzt ist er, glaube ich, bei 190. Aber er wird in den nächsten Monaten weiter ansteigen", sagt Thomas Gwerder von Bluewin.
Verantwortlich für die Leistung ist die Swisscom. Auch sie kennt ihre lahmen Leitungen. Bisher begründete die Swisscom: Die Sicherheit mache die Geschwindigkeitsverluste aus. Doch jetzt - von Kassensturz mit den Messungen konfrontiert - lenkt sie ein. "Aufgrund der intensiven Diskussionen der letzten ein bis zwei Wochen, haben wir beschlossen, das Angebot zu ändern: Bis im Herbst erhöhen wir die Kapazität im ganzen Netz, sodass der Kunde die ganze Geschwindigkeit bekommt, die er aus der Werbung kennt", sagt Christoph Brand, Chef von Swisscom Wholesail.
Ab Herbst soll also ADSL beim Schnellsurfen aufholen. Im Moment heisst der klare Sieger TV-Kabel.