Studie: Tausch-Börsen-Fans kaufen mehr CDs

Stoffel
Eine soeben veröffentlichte Studie des renommierten US-Marktforschungs-Unternehmens Jupiter Media Metrix widerlegt Behauptungen der Musikkonzerne. Diese behaupten, Digital-Piraten würden ihren Profit stehlen. Eine Online-Umfrage unter Nutzern von Filesharing-Diensten wie KaZaa und Gnutella ergab ein klares Bild: 41 Prozent der begeisterten MP3-Tausch-Fans haben im vergangenen Jahr mehr Geld für Musik ausgegeben als davor.
Der für die Umfrage zuständige Analyst bei Jupiter Media, Aram Sinnreich, fasst das Ergebnis für die Umsätze der Industrie so zusammen: "Die Vorteile überwiegen die Nachteile". Als Gründe für den 6,5-prozentigen Umsatzrückgang der Musikfirmen von 2000 auf 2001 sieht der Experte andere Punkte:
Die Branche befände sich in einem ganz normalen zyklischen Abwärtstrend, wie er in allen Industriebereichen vorkommt. Dazu käme, dass die Konkurrenz im Bereich von Freizeitprodukten vor allem durch Computerspiele und DVD-Filme stark angewachsen sei. Die Musik-Industrie dagegen wurde in der jüngeren Vergangenheit immer mehr von Einnahmen aus wenigen Mega-Erfolgen abhängig, statt sich eine gesunde, breite Basis von verschiedenen Produkten zu schaffen.
CD-Käufer berichteten den Marktforschern, sie seien durch kostenlose Downloads, Diskussionsforen und Online-Merchandising zum Kauf angeregt worden. Aram Sinnreich empfiehlt daher der Industrie, vom Erfolg der Per-To-Peer-Netze zu lernen, statt diese einfach zu verteufeln.

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