Chris Hunter
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Und schon wieder steht eine leidige Sache im Raum, die alle betrifft. Microsoft will den Internet Explorer veraendern, um einem verlorenen Patentstreit aus dem Wege zu gehen. Es geht um 521 Mio. Dollar und ein Begehr der Firma EOLAS (Embedded Objects Linked Across Systems). Diese wurde um das Patent herum vom Erfinder Michael Doyle gegruendet. Das Problem betrifft sowohl den Webdesigner als auch alle Benutzer des Internet Explorers. Wenn Microsoft den Browser veraendert, wird man fortan bei jedem Aufruf eines PlugIns eine Bestaetigung anklicken muessen. Betroffen sind Flashfilme, PDF-Dokumente, Java Anwendungen und Multimediainhalte. Da Flash zunehmend haeufiger fuer Werbezwecke eingesetzt wird, waere mit einer Vielzahl widriger Mausklicks zu rechnen. Dazu allerdings muesste Microsoft erst einmal den Browser entsprechend umformen und der Benutzer ihn auf dem heimischen System installiert haben. Angesichts haeufiger erzwungener Sicherheitsupdates, die teils automatisch vom Betriebssystem vorgenommen werden, werden sich Aenderungen schnell auf einer grossen Zahl von Systemen wiederfinden. Es ist nicht bekannt ob hier die Deutsche Version des IE ueberhaupt betroffen ist, denn das Patent wurde weder hierzulande noch europaweit angemeldet, man kann jedoch von einer globalen Aenderung ausgehen. Fuer den Webdesigner zieht das Konsequenzen nach sich. Damit der Besucher nicht veraergert wird, gilt es, die eigenen Seiten so umzuschreiben, dass der stOerende Patenthinweis umgangen wird. Dies liesse sich aufwaendig mit Javascript fabrizieren, oder - die einfachere Methode - man setzt auf eine proprietaere Syntax, die schon laenger zur Verfuegung steht. Objekte werden dann unter Zuhilfenahme des Attributs NOEXTERNALDATA eingebettet. All das betrifft ausschliesslich den Internet Explorer, bislang jedenfalls. Michael Doyle will Lizenzen den OpenSource Browsern kostenlos zur Verfuegung stellen. Abgesehen davon, dass dort wahrscheinlich eh nichts zu holen waere, darf man es wohl als pikant verstehen, wenn es ausgerechnet Microsoft trifft. Jene Firma, die sich selbst unzaehliger Patente versicherte und sich kaum scheuen wird, diese durchzusetzen so es der eigenen Machterhaltung dienlich ist. Microsoft wird hier mit eigenen Waffen geschlagen. Die einen freut es, die anderen aergern sich, weil sie selbst betroffen sind. Die Diskussion darum ist entbrannt. Technische Informationen von Microsoft zu NOEXTERNALDATA http://msdn.microsoft.com/ieupdate/activ...es.asp#fix_data |
Quelle: Dr. Web
ich weis jetzt nicht, ob ich mich darüber freuen sollte...